Vous ne possédez pas la dernière version du plugin flash de macromédia qui est nécessaire à la visualisation de ce site, cliquez ici pour faire la mise à jour
WINDSTATISTIK

Windstatistik 1995 - 2006

Der folgende Aufsatz ist kein Muss - er widerspiegelt einzig die Schweizer Präzision bei der Auswertung einer minuziös erfassten Windstatistik aus den Jahren 1995 bis 2006.

Eintausendfünfhundert Mal gemessen und kein bisschen Weise!

Wer kennt ihn nicht, den wohl meistbekannten Surfspot ausserhalb der Schweiz - wer hat hier nicht schon geflucht über den zu schwachen oder gar zu starken Wind? Hier, in der Bucht von Almanarre (Hyères) haben wir ihn gemessen, geprüft, notiert und statistisch erfasst. "Wiä wird dä Wind?" oder "Giits Luft?", die wohl meistgestellte Frage lässt sich häufig nicht klar beantworten. Ganz im Gegensatz: "Was händär für Wind gha?", die Antwort hierzu kennen wir seit 1994 genau und wollen somit endgültig mit der mündlichen Überlieferung aufräumen: "Früänär, da hämär viel meh Mistral gha!" Hier also die Daten: Egal ob ihr im Frühling oder im Herbst kommt - die Anzahl der bewegten Luftmoleküle bleibt sich die Gleiche. 44,5% Windtage zu Beginn - 43,3% gegen Ende der Saison - nicht schlecht, oder? Im Klartext: erfasst wurden nur die Tage mit mind. 4 Windstärken während mind. 2-3 Stunden in den Monaten März, April und Mai bzw. September, Oktober und der 1.Hälfte des Novembers.

Auch zum Thema Sicherheit haben wir eine Auswertung: nur gerade mal an jedem dritten Sturmtag läuft ihr Gefahr aus der Bucht getrieben zu werden. Dazu wollen wir bemerken, dass sich bei ablandigem Ostwind seit der Gründung der SPIN OUT Windsurf-Station im Jahre 1986 kein ernster Zwischenfall ereignet hat. "Local heros" sind und bleiben aber der Mistral und/oder Westwind mit satten 53,5% Windanteil! Kommt hier der Swell des Tramontanas (NW-Wind entlang der Pyrenäen) dazu, so dürfen wir zu Recht von einem "big day" sprechen. Die verbleibenden 10,8% kann sich der Lobeccio sichern, wie der SW-Wind von den hier häufig anzutreffenden Italienern genannt wird. Nicht zu Buche schlägt der Südwind. Die Seebrise (thermische Luftbewegung durch Erhitzung des Hinterlandes) ist in den heissen Monaten zwar der unangefochtene Leader – leider kommt diese aber selten über 3 Windstärken hinaus. Notabene gab’s während den exakt 1500 erfassten Tagen genau 4 satte Südstürme.

Aus einem gescheiten Buch dürfen wir ergänzend folgendes interpretieren: Der Golf du Lion gilt als eines der sturmreichsten Gewässer der Welt. So werden im Monat Februar zu fast der Hälfte aller Fälle (44,5%) Starkwind von 6 Beaufort und mehr beobachtet. Leider befindet sich aber die Halbinsel von Giens an der östlichen Grenze des Löwengolfs zum Ligurischen Meer. Könnte man nun unser Heimrevier Richtung Westen versetzen, so liessen sich ohne weiteres noch einige Prozente herausschinden (ca.6-8%). Nichtsdestotrotz hatten auch wir unsere Highlights, so zum Beispiel im Herbst 1998 oder Frühling 2002 - in unserer sicheren Bucht schafften wir satte 52% oder mehr. Und, wir wollen es nicht verheimlichen, die schlechtesten Werte ergaben sich im Frühling 1996, nämlich nur gerade 29% Windtage!

Langer Rede kurzer Sinn: Ihr habt vor unserer Station 642 windreiche Tage – natürlich abzüglich euren Ferientagen - in den vergangenen 10 Jahren verpasst. Tendenz steigend!